Vom Tod eines lieben Menschen geträumt?
Vom Tod zu träumen bedeutet meistens, dass ein neuer Abschnitt beginnt. Eine Entwicklung ist abgeschlossen ist. Ganz selten zeigt ein Traum vom Tod an, dass jemand stirbt. Manchmal „besuchen“ uns auch unsere Liebsten im Traum, um sich zu verabschieden. Sterbebegleitung kann bedeuten, mit dem Betreffenden Stationen seines Lebens zu besuchen.
Tod, Sterben, Trauer, Sterbebegleitung, Traum
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Vom Tod zu träumen bedeutet meistens dass etwas Altes abgeschlossen ist und etwas Neues beginnt, aber nicht, dass jemand sterben wird.

Vom Tod eines lieben Menschen geträumt?

Immer mal wieder werde ich gefragt, was es bedeutet, wenn man vom Tod eines lieben Menschen geträumt hat. Ob dieser Mensch denn jetzt sterben wird? Natürlich erschreckt uns ein solcher Traum sehr, aber meistens kündigt das nicht an, dass dieser Mensch bald von uns gehen wird. Vor allem bedeutet es auch nicht, dass wir unbewusst jemanden loswerden wollen! Du brauchst also kein schlechtes Gewissen deswegen zu haben. Ich möchte dir meine Sicht und Erfahrung mit solchen Träumen schildern, dir ein paar Hintergrund- Informationen liefern und dir ein wenig über den Schrecken eines solchen Traum hinweg helfen.

 

Wenn wir träumen, träumen wir meistens von uns selbst. In unseren Träumen verarbeiten wir Erlebnisse, bringen Ängste oder Wünsche zum Ausdruck oder wir spielen mögliche Handlungen zum Test durch. Es kommt auch vor, dass wir im Traum Dinge aufschnappen, die nicht viel mit uns zu tun haben. Nur selten sind Träume wirklich prophetisch und kündigen bevorstehende Ereignisse an, doch natürlich gibt es das. Es besteht also die Möglichkeit, dass du hier etwas vorher gesehen hast, aber das ist gar nicht wahrscheinlich.

 

Während meiner Ausbildung als Spirituelle Wegbegleiterin habe ich gelernt, dass der Tod symbolisch für einen Übergang steht, für die Beendigung des einen und gleichzeitig den Beginn von etwas anderem, etwas Neuem. Das muss nicht das Verlassen dieser Welt sein und es muss nicht das Sterben bedeuten. Und meiner Erfahrung nach hat sich das bestätigt. Ein Traum vom Tod zeigt vor allem einen Neubeginn und den Übergang zu etwas anderem an.

 

Oft geht es um einen Entwicklungsschritt, der gemacht wurde, und es wird das Ende eines Abschnitts angezeigt, der jetzt hiermit abgeschlossen ist. Oder es handelt sich tatsächlich um einen Abschied, der aber ein innerer, ein gefühlter Abschied sein kann, zum Beispiel, weil man sich auseinander entwickelt hat. Wir müssen also keine Angst haben, wenn wir davon träumen, dass jemand stirbt – vielleicht auch wir selbst -, sondern können uns fragen, wofür dieses Sterben symbolisch steht.

 

Die Fälle, in denen ich selbst vom Tod lieber Menschen geträumt habe, haben  bestätigt, was ich gelernt hatte. So hatte ich einmal, längere Zeit nach dem Ende unserer Partnerschaft, von meinen Ex-Freund geträumt. In diesem Traum war ich bei seiner Beerdigung anwesend. Das fand ich makaber und schockierend, aber mein Unterbewusstsein hatte mir dadurch nur deutlich gemacht, dass ich mich wirklich von ihm und aus unserer relativ dramatischen Beziehung gelöst hatte. Meinem Ex geht es prima; er ist munter und fit, wie ich weiß.

 

Meine Mutter war viele Jahre lang ein Pflegefall. Ich habe mehrfach in dieser Zeit geträumt, sie würde sterben, doch das ist erst Jahre später geschehen. Der geträumte Tod meiner Mutter bedeutete jedes Mal, dass das schwierige Verhältnis, das wir beide als Mutter und Tochter miteinander hatten, sich weiter entwickelt hatte, und zwar zum Positiven! Ich hatte ihr immer mehr verzeihen können, sie verstehen und mit ihr fühlen können, dadurch hatten sich energetische Verstrickungen gelöst und in unserem Verhältnis zueinander begann wieder ein neuer Abschnitt. Das machte mir mein Traum deutlich.

 

Manches Mal haben mich auch schon Menschen im Traum „besucht“, um sich von mir zu verabschieden. Ihren Tod gesehen oder erahnt hab ich aber in diesen Träumen keineswegs.  Es ging nicht um Abschiednehmen und nicht um Trauer. Wir haben gemeinsame Erfahrungen ausgetauscht und nett miteinander geplaudert. Erst einige Zeit später hab ich dann erfahren müssen, dass dieser Mensch danach verstorben war.

 

Im Traum, der dann eher ein Trancezustand ist, kann es auch möglich sein, einen Menschen auf dessen Weg aus diesem Leben heraus ein Stück weit zu begleiten. Einer meiner Großmütter habe ich auf diese Weise die letzte Ehre erweisen dürfen. Bei dieser Wegbegleitung können virtuell Stationen des nun zu Ende gehenden Lebens besucht werden, wenn er oder sie Resümee zieht und nach und nach Abschied nimmt. Das ist eine Arbeit, die manche Schamanen tun und die besondere Kenntnisse und eine entsprechende Ausbildung erfordert.

 

In unserer Gesellschaft ist der Tod ein Tabu und man spricht nicht darüber. Mit mir kannst du darüber sprechen. Wenn du Fragen hast oder dich austauschen möchtest, vereinbaren wir gerne eine Session für einen Gesprächstermin.

 

Ina Martina Klein